Im Industriegebiet Elzblick entstand ein neues Regionalzentrum der Netze BW, das den traditionsreichen Standort in Rheinhausen erweitert. Schon seit über 100 Jahren wird hier Wasserkraft gewonnen. Nachdem das alte Gebäude für die Anforderungen der Netze BW an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war, fiel die Entscheidung, den Standort zur erhalten und zu erweitern.
Ein neues Regionalzentrum – multifunktional und nachhaltig
Auf dem rund 13.500 Quadratmeter großen Gelände an der Alten Ringsheimer Straße entstand ein Multifunktionsgebäude mit Büro-, Werkstatt-, Lagernutzung und einer Wertstoffhalle sowie zwei Fahrzeughallen. Der kompakte Multifunktionsbau mit einem Tragwerk aus Stahlbeton und Mauerwerk liegt mittig auf dem Grundstück, an den Grundstücksrändern befinden sich die beiden Fahrzeughallen und Außenlagerflächen. Zudem wird eine Fläche für einen möglichen Erweiterungsbau vorgehalten.
Den Auftakt in das Areal bildet der zur Straße hin dreigeschossige Hauptbau mit einem repräsentativen Eingangsbereich. Eine horizontal gegliederte Vorhangfassade aus durchgefärbten Fassadentafeln umschließt den gesamten Baukörper und verleiht ihm ein einheitliches Erscheinungsbild, das durch unterschiedliche Höhen und Längen der einzelnen Fassadentafeln Dynamik erhält.
Im Gebäude befinden sich neben einer modernen Bürolandschaft für rund 30 Mitarbeiter, Sozialräumen mit Duschen und Umkleiden sowie flexiblen Besprechungs- und Veranstaltungsräumen auch Fahrzeuggaragen, eine Waschhalle, Werkstätten und Lagerflächen.“
Die beiden Fahrzeughallen in Holzbauweise dienen der Unterstellung von Fahrzeugen und, in einem Teilbereich, von Wertstoff-Containern. Als Fassaden erhielten sie eine vertikale Boden-Deckelschalung aus sägerauher Weißtanne und bilden damit einen bewussten Gegensatz zur horizontal gegliederten Fassade des Multifunktionsgebäudes.
Video © Moser Bau
Nachhaltigkeit durch kluge Konstruktion und intelligente Gebäudetechnik
Alle drei Baukörper besitzen Flachdächer und sind mit einer extensiven Dachbegrünung sowie großflächigen PV-Anlagen ausgestattet. Zudem befindet sich auf dem Dach des Hauptgebäudes eine Luftwasser-Wärmepumpe, die alle drei Bauten versorgt. Dadurch werden keine fossilen Brennstoffe für die Wärmeerzeugung benötigt. Durch intelligente Steuerung der Wärmepumpen, differenzierte Wärmeübertragung und die sehr gut gedämmte Gebäudehülle erreicht das Gebäude die Energieeffizienzklasse A bei einem Primärenergiebedarf von 50 kWh/m²a.
Die Wärmeübertragung erfolgt spezifisch auf die einzelnen Funktionen abgestimmt. So erhalten die Büroflächen Heiz- und Kühldecken, während die Sozialräume im EG mit Wandheizkörpern und die Flächen der Lager- und Werkstattbereiche über eine Betonkerntemperierung in der Bodenplatte beheizt werden. Eine Betonkerntemperierung erhalten auch die beiden Fahrzeughallen, um diese frostfrei zu halten.
Außenliegende Raffstoreanlagen sorgen für Wärmeschutz; ein Tischkühler auf dem Dach kann darüber hinaus gemeinsam mit den genannten Heiz-/Kühldecken für freie Kühlung in den Büros sorgen. Zudem kann hier bei Bedarf auch die Wärmepumpe unterstützen.
SF BAU MOSER GmbH & Co. KG